Der Gesangverein

130 Jahre Liederkranz-Geschichte

Das Gründungsprotokoll trägt das Datum vom 5. Dezember 1871. Der Gesangverein 1871 Malsch e.V. ist somit der älteste Malscher Gesangverein. - Zwar wurde bereits am 5.10.1862 ein Männergesangverein Malsch gegründet, doch löste sich dieser 1865 wieder auf. - Die Mehrzahl der früheren Sänger war jedoch wieder dabei, als es galt, den neuen Gesangverein ins Leben zu rufen. Schon bald kamen auf den jungen Verein schwere Zeiten zu, musste der Liederkranz doch schon 1878/79 eine ernste Krise überstehen. 1878 wurde der Zweitälteste Malscher Gesangverein, unser Bruderverein Konkordia, gegründet. Durch den zähen Willen einiger Männer, die dem Verein die Treue zu wahren wussten, überwand der Liederkranz diese Klippe und konnte noch vor der Jahrhundertwende beachtliche Erfolge bei Preis- und Wertungssingen erringen.

Das 30-jährige Bestehen, das der Verein am 29.07.1902 beging, war mit dem 20-jährigen Jubiläum des Eichelberger Sängerbundes verknüpft. In den Jahren bis zum 1. Weltkrieg stiegen die Sängerzahlen ständig an. Beendet wurde diese Entwicklung 1914 durch den Ausbruch des Weltkrieges. Der Vereinsbetrieb musste bis zum Januar 1919 eingestellt werden. Großen Tribut musste der Verein diesem Krieg zollen: kehrten doch 19 Mitglieder nicht mehr in die Heimat zurück.

Dennoch erholte sich der Chor recht schnell von den Verlusten.
Zum 50 jährigen Jubiläum 1921 verfügte der Verein bereits über nahezu 100 Sänger. 31 auswärtige Vereine kamen zu dem goldenen Jubelfest, das mit einem Freundschafts- und Wertungssingen begangen wurde. In den zwanziger Jahren hatte der auf über 100 Sänger angewachsene Chor eine Blütezeit. Eine hervorragende Arbeit leistete der Liederkranz mit der Aufführung der Oper "Der Freischütz" von Carl Maria von Weber mit eigenen Kräften.

Die Weltwirtschaftskrise, mit der großen Arbeitslosigkeit im Gefolge, führte u. a. durch Auswanderung innerhalb weniger Jahre zum Verlust vieler Mitglieder. Aber trotz allem konnte das 60-jährige Stiftungsfest am 07.06.1931 erfolgreich begangen werden. Bis zum Kriegsausbruch befand sich der Chor auf gutem Niveau.

Wichtiger aber, aus heutiger Sicht, ist die Gründung des Frauenchores im Jahre 1937. Rektor Franz Rösel, der den Chor auch nach dem Krieg bis 1958 leitete, erkannte schon damals, welche Bereicherung die Frauenstimmen für den Chor durch die Erweiterung des Klangkörpers bedeuten.

Der 2. Weltkrieg legte nicht nur den Singstundenbetrieb still, durch ihn hatte der Verein auch den Tod von 27 Mitgliedern, darunter 15 Sängern, zu beklagen. Erst im Januar 1947 war es wieder möglich, regelmäßig Singstunden abzuhalten. Das junge Mitglied Eugen Nies übernahm die Chorleitung bis der Chorleiter Franz Rösel wieder einsatzfähig war.

Eine positive Entwicklung ermöglichte es dem Chor, bereits beim 80-jährigen Jubiläum 1951 zu gefallen. Im Festkonzert, bei welchem Chöre von Franz Schubert vorgetragen wurden, riss der Chor seine Zuhörer zu stürmischem Beifall hin. Die positive Entwicklung der Nachkriegszeit wurde maßgeblich durch Chorleiter Franz Rösel beeinflusst, der nach 21-jähriger Dirigententätigkeit am 10.05.1958 verstarb.

Als 1. Vorsitzender übernahm 1955 Berthold Gräßer mit der Leitung des Vereins ein Amt, das er bis 1974 innehatte. Für seine Verdienste wurde er bei der Amtsniederlegung zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Bis zu seiner Erkrankung 1991 stand er dem Verein als Betreuer des Kinderchores und Vizedirigent zur Verfügung.

Dem seit 1958 verpflichteten Dirigenten Karl Eschbach oblag die musikalische Leitung des 90-jährigen Jubiläums. Mit 80 Sängern und 30 Sängerinnen wusste der Chor beim Festkonzert zu gefallen.

1965 wurde Herr Werner Horzel als Chorleiter verpflichtet. Auf seine Initiative geht die Gründung des Kinderchores im Jahre 1967 zurück. Herr Horzel setzte alles daran, jährlich im Rahmen eines Konzertes aufzutreten. Als bedeutendstes dieser Konzerte ist das Kirchenkonzert in St. Bernhard vom 26.04.1970, Chormusik aus vier Jahrhunderten, anzusehen, bei welchem der GV Constantia Karlsruhe und der Kirchenchor St. Konrad Karlsruhe mitwirkten. Mit diesem Konzert leitete der Liederkranz die Festlichkeiten zum 100-jährigen Jubiläum ein, das vom 25. - 28. Juni 1971 mit einem großen Fest gefeiert wurde.

1974 übernahm Eberhard Müller die musikalische Leitung des Chores, der durch den gesteigerten Wert auf präzise Wiedergabe der vorgetragenen Chöre den Grundstein für die heutige Arbeit des Gemischten Chores legte.

1977 übernahm Norbert Dahringer die Dirigententätigkeit im Verein. Schon 1979 konnte er den Gemischten Chor und den Kinderchor in einem Konzert mit überwiegend bekannten Melodien vorstellen.

Das Jubiläumsjahr zum 110-jährigen Gründungsfest begann am 3. Mai 1981 mit dem Festkonzert, in dem der volle Saal des Bürgerhauses mit Opern und Operettenmelodien begeistert werden konnte. Fast 40 Gesangvereine machten am Fest vom 26. - 29. Juni 1981 ihre Aufwartung. Wie in den 20er Jahren konnte der Verein auf über 110 Aktive zählen. Ebenso viele Kinder sangen im Kinderchor mit. In den darauffolgenden Jahren bereitete sich der Chor auf sakrale Auftritte vor, sollte doch vom 6. - 12. Mai 1983 die 1. Reise nach Rom mit einem Auftritt im Petersdom gekrönt werden. Die Ewige Stadt hinterließ bei allen einen gewaltigen Eindruck. Am 1. April 1984 gestaltete der Liederkranz beim befreundeten Gesangverein Liederkranz Pforzheim ein Konzert mit, das in dem extra für Musik erbauten Saal zu einem Hörerlebnis wurde.

1987 kam es zu einem einmaligen Ereignis. Gleich drei Jubiläen konnten gefeiert werden:

50 Jahre Frauenchor - 20 Jahre Kinderchor - 10 Jahre Norbert Dahringer.

Um die vier vertonten Morgenlieder von Karl Vetter aufzunehmen wurde der Liederkranz ausgewählt. Die Aufnahmen fanden 1987 beim SDR in Karlsruhe statt und werden immer wieder ins Hörfunkprogramm mit aufgenommen. Vom 25. - 31. Mai 1990 fand auf Wunsch vieler Sängerinnen und Sänger die 2. Romreise statt. 1991 zum 120-jährigen Jubiläum, das mit einem Sommertest begangen wurde, fand ein etwas anderes Jubiläumskonzert statt. Mit seiner 1. Goldenen Oldie-Nacht setzte der Dirigent Norbert Dahringer einen weiteren Höhepunkt des Vereins. Mit Titeln aus den 50er, 60er und 70er Jahren, für Chorgesang mit Sologesang von ihm arrangiert, wurde die Bevölkerung so begeistert, dass die Revue mit Tanz, Band und Beleuchtung vier Wochen später noch einmal wiederholt wurde. Nach diesem großen Erfolg wurde eine 2. Goldene Oldie-Nacht am 2. und 3. Oktober 1994, mit noch schönerer Kulisse, Beleuchtung und Bewegung auf der Bühne aufgeführt.

Die Sparkasse Malsch war von der Revue so begeistert, dass sie den Liederkranz zu einem weiteren Auftritt am 24. März 1995 verpflichtete. Das Jubiläumsjahr 1996 zeigte den Liederkranz das ganze Jahr über mit Veranstaltungen. Als Auftakt zum 125-jährigen Vereinsjubiläum fand am 10. März in der Pfarrkirche St. Cyriak ein Gedenkgottesdienst für die verstorbenen Vereinsmitglieder statt. Am 21.04.1996 eröffnete der Liederkranz im Rathaus eine Ausstellung, welche die 125-jährige Vereinsgeschichte zeigte. Die Exponate reichten bis in die Gründerzeit.

Im Jahr 1997 konnte der Liederkranz sein dreifaches Jubiläum von 1987 wiederholen. Der Frauenchor bestand nun seit 60 Jahren, der Kinderchor wurde vor 30 Jahren gegründet und Norbert Dahringer konnte auf 20 Jahre Dirigentschaft zurückblicken. Das Jubiläum wurde mit einem Festkonzert im Bürgerhaus gefeiert und die langjährige Tätigkeit von Norbert Dahringer als Chorleiter bei einer Matinee im Rathaus gewürdigt. Dies war auch das Gründungsjahr unseres Jugendchores „New Generation“. Auch das Jahr darauf hatte einen Höhepunkt in der Konzertreise nach Prag.

Im Jahr 2000 wechselte der Dirigentenstab von Norbert Dahringer zum langjährigen Dirigenten des Kinder- und Jugendchores Matthias Barth, der mit seinem jugendlichen Temperament neue Akzente in den Erwachsenenchor des Liederkranz bringt.

Nach den Festlichkeiten zum 130-jährigen Bestehen im Jahre 2001, ein Fest das so zum ersten mal im Bürgerhaus stattfand, wurde für das Jahr 2002 ein Konzert vorbereitet.

Um dieses Konzert zu bereichern gründete unser Dirigent Matthias Barth einen Projektchor, der aktuelle Songs vortragen sollte. Das Konzert wurde ein voller Erfolg, bei dem der Projektchor sehr zu gefallen wußte. Das war Anlass genug um den Projektchor beizubehalten und ihn umzubenennen in Moderner Chor. Ein "eigenes" Konzert gestaltete der Moderne Chor gemeinsam mit dem Jugendchor "New Generation" am 30. Oktober 2005 im Bürgerhaus in Malsch. Unter dem Titel "Hits der siebziger Jahre" wurden Lieder z.B. von ABBA, Stevie Wonder und Sam Cooke vorgetragen.
Bereits beim ersten Lied sprang der Funke auf das Publikum über und es wurde eifrig mitgeklatscht. Der Gemischte Chor trug mit Liedern von den Flippers zum Gelingen des Konzertes bei. Es war ein voller Erfolg.

Frauenchor

Chronik Frauenchor

Die Gründung des Frauenchors, im Jahre 1937, fällt in eine Zeit, in der fast ausschließlich der reine Männergesang im Chorwesen vorherrschend war. Ein Frauen- bzw. Gemischter Chor war in jenen Jahren bei weltlichen Vereinen eine Seltenheit.

Wiederholt regte der damalige Chormeister Franz Rösel an, einen Frauenchor zu gründen, um auch größere Werke aufführen zu können. Der Männerchor habe seine erreichbare Höhe erreicht. Für den Dirigenten stand es als Künstler und Fachmann eindeutig fest, daß der Männergesangverein seine Verpflichtungen und Aufgaben innerhalb des kulturellen Lebens der Gemeinde nur erfüllen könne, wenn dem Männerchor ein gleichwertiger Frauenchor zur Seite stehe.

Solchen Argumenten konnte sich auch die Vereinsleitung nicht verschließen und beschloß dem Wunsch des Dirigenten zu entsprechen. Um auch den letzten Skeptiker für die Sache zu begeistern, fand am 5. September 1937 ein Gemeinschaftskonzert in der Festhalle statt, an dem sich u. a. auch der Frauen- und Gemischte Chor des Schubert Bundes Lahr beteiligte. "Grund dieses Konzerts" - so weiß der damalige Protokollführer Konrad Kastner zu berichten - "war die Gründung eines Frauenchors in Malsch. Die Lahrer sollten uns zeigen, wie schön es ist, neben dem Männerchor einen Frauen- und Gemischten Chor zu haben. Auch sollten sie uns zeigen, wie abwechslungsreich eine Vereinsfeier gestaltet werden kann, wenn Männer-, Frauen- und gemischte Chöre gesungen werden können."

Der Einfallsreichtum des findigen Chormeisters hatte seine Wirkung auf die Mitglieder des damaligen Männergesangsvereins nicht verfehlt, denn bereits vier Tage nach diesem Konzert, am 9. September 1937, "stimmte die gesamte Verwaltung, nach langer reiflicher Überlegung der Gründung eines Frauenchores zu", wodurch gleichzeitig ein Gemischter Chor entstand.

Verwaltungssitzung am 9. September 1937 in der Eintracht: In heutiger Sitzung wurde über die Gründung eines Frauenchores gesprochen. Nach langer aber reiflicher Überlegung stimmte die ganze Verwaltung der Gründung eines Frauenchores zu. Die Leitung der Singstunden, sowie die gesamte Verwaltung des Frauen-Chores wurde unserem Chormeister Franz Rösel übertragen. Diese Protokolleintragung kann in ihrem Wortlaut als Gründungsurkunde des Frauenchores angesehen werden. In den folgenden Monaten setzte ein reges Werben ein, um weitere Sängerinnen für den neu gegründeten Frauenchor zu gewinnen. Im Oktober wurden unter der Leitung von Franz Rösel die ersten Singstunden abgehalten und schon drei Monate später, hatte der "Damenchor" seinen ersten vereinsinternen Auftritt.

Mit einem bunten Reigen, den der Chor in nur acht Tagen eingeübt hatte, eröffnete der Frauenchor die Weihnachtsfeier. Dieser gelungene Auftritt mag wohl ausschlaggebend dafür gewesen sein, dass die Idee heranreifte, den Frauen- und Gemischten Chor im Rahmen eines Frühjahrskonzerts erstmals der Öffentlichkeit vorzustellen. Am 8. Mai 1938 war es dann so weit. Der Frauen- und der Gemischte Chor gaben im vollbesetzten Kaisersaal ihr erstes Konzertdebüt. Krönender Abschluß dieses Konzerts bildete der vom Gemischten Chor vorgetragene Hymnus "Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre."

Die wachsende Breite des Liedrepertoires – geprobt wurde donnerstags mit dem Frauen-, samstags mit dem Männer- und alle 14 Tage mit dem Gemischten Chor -, die zunehmende Sicherheit und vor allem die Anerkennung, die dem Gemischten Chor zuteil wurde, veranlaßte ihn schon ein Jahr später zu einem weiteren Unternehmen. Aus Anlass des 250-jährigen Geburtstages von Friedrich Silcher gab der Gemischte Chor am 7. Mai 1939 in der Festhalle ein Silcherkonzert, das allen Mitwirkenden noch recht lange in Erinnerung bleiben sollte. Das Singen beim Silbernen Priesterjubiläum von Pfarrer Karl-Ludwig Riehle am 9. Juli 1939 war der letzte gemeinsame Auftritt vor Kriegsbeginn.

Erwähnenswert ist noch eine Protokolleintragung aus der hervorgeht, daß zur damaligen Zeit der monatliche Beitrag für den Frauenchor 10 Rpf. Betrug.

Im Juni 1947 wurden bereits wieder die ersten Singstunden abgehalten. Mit 52 sangesfreudigen Damen waren alle Erwartungen übertroffen. Und schon vier Monate später, am 26. Oktober 1947 hatte der Gemischte Chor in der Festhalle seinen ersten öffentlichen Auftritt nach dem Kriege. In den protokollarischen Niederschriften des damaligen Schriftführers, Johannes Kunz II, ist folgendes darüber nachzulesen: "Die einzelnen Chorvorträge zeigten, dass der Gemischte Chor des MGV Liederkranz durchaus in der Lage ist, trotz der langen Pause von acht Jahren, etwas Besonderes zu bieten, um das wir schon immer beneidet wurden."

Kennzeichnend für jene Zeit war, dass viele Vereine Frauen- und Gemischten Chören sehr oft reserviert gegenüber standen. Interessant ist eine Protokolleintragung des Schriftführers Erwin Seekircher, welche die damalige Situation treffend wiedergibt: Der MGV Liederkranz hatte seinen Frauen- und Gemischten Chor zum Kritiksingen am 2. Juli 1949 in Muggensturm angemeldet. Der dortige Vereinsvorstand signalisierte den Malschern bereits im Vorfeld, daß ein Auftritt des Frauen- und Gemischten Chores unerwünscht ist. Dirigent Franz Rösel sowie der Frauen- und Gemischte Chor ließen sich jedoch von ihrem Vorhaben nicht abbringen und traten beim Kritiksingen an

Der Berichterstatter des "Badischen Tagblatt" schrieb damals: "Eine besondere Überraschung bereitete uns der Frauen- und Gemischte Chor des MGV Liederkranz, der ohne Voranzeige auftrat."

Die in den folgenden Jahrzehnten erreichten Erfolge und überdurchschnittlichen Leistungen waren nur möglich, weil dem 1871 gegründeten reinen Männerchor sehr bald ein Frauen- und Gemischter Chor zur Seite standen. Nur durch ihr Mitwirken konnten bis heute über 30 große Werke mit Orchester und Solisten aufgeführt werden. Wie recht seinerzeit Franz Rösel hatte, wurde bis zur Gegenwart vielfältig bestätigt: Ein Konzert ohne Frauen- bzw. Gemischter Chor wäre in den nachfolgenden Jahren nicht mehr denkbar gewesen. Obwohl der "Männergesangverein" schon seit 1937 über einen Frauenchor verfügt und seine musikalische Stärke seither eindeutig beim Gemischten Chor liegt, hat der Chor und Verein den alten Namen "Männergesangverein" der Tradition zuliebe noch etliche Jahre beibehalten. Erst 1976 stellten die Sängerinnen einen Antrag auf Namensänderung.

Die heftigen Diskussionen führten zunächst nur zu einer Vertagung des Antrags. Ein Jahr später kam die Namensänderung erneut ins Gespräch. Die Denkpause führte verhältnismäßig schnell zu einer Lösung.

Nach ernsthaften Debatten einigte sich die Jahreshauptversammlung am 23. März 1977 auf den neuen Namen: "Gesangverein Liederkranz 1871 e.V. Malsch". Mit der Namensänderung sollte dokumentiert werden, dass der Frauenchor ganz in den Gesamtchor integriert ist.

Moderner Chor

Chronik Moderner Chor

Er ist das jüngste Kind des Liederkranzes und hatte seinen ersten großen Auftritt ziemlich genau an seinem 1. Geburtstag. Er wirkte zusammen mit allen anderen Chören beim großen Konzert am 20. Oktober 2002 mit.

Unser rühriger Dirigent – wie könnte es anders sein – Matthias Barth beschloss 2001 einen neuen Chor zu gründen, der aktuelle oder wieder aktuelle Songs auch in fremden Sprachen vortragen sollte. Hierzu fanden sich ca. 20 neue Sängerinnen und Sänger als auch genauso viele des gemischten Chores, die bereit waren hier zusätzlich mitzuwirken. Zunehmend wuchs die Begeisterung von Dirigent und Verwaltung an diesem Chor, so dass der Beschluss reifte, ihn auch nach dem Konzert weiterzuführen. Bestärkt wurden wir durch den durchschlagenden Erfolg, den der "Moderne Chor" bei diesem Konzert erzielte.


Jugendchor

Chronik Jugendchor

Der Jugendchor des Liederkranz wurde im Jahr 1997 gegründet.
Zunächst waren es einige ältere Jugendliche, die im Kinderchor bisher mitgesungen hatten. Doch bald kamen deren Freunde und Freundinnen, um mit Matthias Barth interessante Lieder und Songs einzuüben und bei Auftritten vorzutragen. Die vielen Songs, die Matthias mit dem Jugendchor einübt, werden in englisch gesungen wie zum Beispiel: Can you feel the Love tonight?; Love is all around; The Rose; We are the World, aber auch der Hit Moskau und andere sind im Repertoire. Neben dem Üben von Liedern und Auftritten steht auch noch die Freizeitgestaltung im Vordergrund.

Der Jugendchor geht zum Beispiel auf Ausflüge mit verschiedenen Zielen wie Freizeitparks, auch Abende am Lagerfeuer mit Übernachtung sind immer wieder ein Erfolg. Bei Einladungen anderer Vereine und Jugendgruppen werden Wettkämpfe ausgetragen. Auch nach der Singstunde sind die Mädels und Jungens oft beieinander. Selbstverständlich können die Jugendlichen bei allen Veranstaltungen des Erwachsenenchores wie der "närrischen Singstunde", Abschlusssingstunde, oder den Ausflügen, mitmachen und sind dort gerne gesehen.

Kinderchor

Chronik Kinderchor

Der Kinderchor wurde erstmals protokollarisch am 20. Januar 1967 erwähnt. Der damalige 1. Vorsitzende Berthold Gräßer und der Chorleiter Werner Horzel hatten es gemeinsam in die Hand genommen, eine Gesangsgruppe, die das Herbstkonzert am 29. Oktober 1967 klanglich bereichern sollte, zu gründen.

Mit Rundschreiben und Handzetteln wurde für die neue Chorgattung geworben. Bereits ein halbes Jahr später, am 15. Juni 1967, fand die erste Singstunde mit 26 kleinen Gründungsmitgliedern statt. Damals ahnte bestimmt noch keiner, welch ein stattlicher Kinderchor daraus erwachsen sollte. Die Begeisterung, die Musikalität und der Fleiß dieser jungen Schar waren die Grundlage dafür, dass man bereits nach einer Probezeit von vier Monaten, mit eigenen und gemeinsam mit dem Gemischten Chor vorgetragenen Werken zu gefallen wusste.

Die örtliche Presse schrieb hierzu: "Erstmals stellte sich der Liederkranz mit dem in jüngster Zeit ins Leben gerufenen Kinderchor vor, der eine wertvolle Bereicherung des Konzertprogramms war und den gesunden und aktiven Geist des Vereins unterstrich. Dass die hellen und frischen Stimmen der kleinen Sängerinnen und Sänger, vom Dirigent des Vereins, Werner Horzel, geschult, besondere Freude bereiteten, versteht sich am Rande. Sie widmeten sich ihrer Aufgabe mit sehrviel Begeisterung und Stolz."

Dieser gemeinsame Auftritt im Gründungsjahr mag wohl das Fundament dafür gewesen sein, dass der Kinderchor so reibungslos in den Verein integriert wurde und mit ein Aushängeschild des Liederkranz ist. Innerhalb der nächsten Monate und Jahre fanden immer mehr Kinder den Weg zum Chor. Bereits beim 100-jährigen Vereinsjubiläum 1971 zählte der Kinderchor über 50 Stimmen.

Im Laufe der Zeit folgten weitere Einladungen zu Konzerten, Kinderchortreffen und sonstigen Veranstaltungen, bei denen sie mit Erfolg auftraten. 1977 übernahm Norbert Dahringer neben dem Gemischten Chor auch den Kinderchor. Beim 110-jährigen Jubiläum konnte er auf über 100 Kinder zählen, der vierfachen Anzahl als im Gründungsjahr. Vielen wird noch das Festbankett in Erinnerung sein, als zum Abschluss gemeinsam Kinderchor und Gemischter Chor das Lied "Lebt wohl ihr Freunde" sangen. In den Jahren 1982 -1984 hatte sich der Kinderchor auf 40 Kinder reduziert.

Mit der Verpflichtung von Matthias Barth als Kinderchorleiter im Jahre 1984 steigerte sich der Kinderchor zusehends und zählt heute wieder über 70 Kinder. Besondere Ereignisse, seit Matthias Barth die Leitung übernommen hatte, waren das Kinderchorkonzert der Sängergruppe Hardt in Muggensturm 1992, wo unsere "Kleinen" einen Pokal errangen, der mit einem Grillabend belohnt wurde. Aber auch das 10-jährige Jubiläum ihres Dirigenten Matthias Barth im Jahre 1994 feierten "seine Kinder" ganz groß mit ihm.

Beim Operettenabend aus Anlass des 125-jährigen Bestehens des Liederkranz zeigte sich, dass die Kinder nicht nur singen können. Sie lockerten die Gala durch choreographische Einlagen auf und stellten, passend zu den vorgetragenen Potpourris, Blumenmädchen oder Glühwürmchen dar. Dass in unserem Kinderchor nicht nur gesungen wird, kann Ihnen jedes Kind bestätigen. Ausflüge zu Freizeitparks und Zoos, Sommerrodelbahn und Flughafen, Probenwochenende, und andere gesellige Veranstaltungen gehören ebenfalls mit zum Jahresprogramm wie die einzelnen Auftritte.

Eine hohe Fluktuation ist bei einem Kinderchor ganz natürlich bedingt und so kann, im Gegensatz zu einem Erwachsenenchor, der Dirigent nicht immer auf dieselben Stimmen setzen.

In den vergangenen 35 Jahren haben fast 2000 Kinder im Chor mitgesungen. Die meisten haben im Liederkranz nur eine kurze Zeit verbracht, die sicher allen Spaß gemacht hat. Einige davon konnten jedoch in den Erwachsenenchor übernommen werden. So sind die Gründungsmitglieder Albrecht Adam, Monika Meissner und Waltraud Wickenhäuser, auch heute noch fleißige Sänger im gemischten Chor.

Theatergruppe

Unsere Theatergruppe spielte bis 2011 alljährlich bei unserer vorweihnachtlichen Familienfeier ein Theaterstück. Unsere Schauspielerinnen und Schauspieler waren in der Mehrzahl aktive Sängerinnen und Sänger des gemischten Chores, wovon einige Mitglieder der Gruppe mehr als 20 Jahre dabei waren und das Publikum erfreuten. Die Stilrichtung der Theaterstücke war Bauerntheater, Volks-, Advents- sowie Weihnachtsstücke oder Lustspiele. Sehen Sie hier einige Aufnahmen aus "Des Glump" (2008), "'s Glück isch e Rindviech" (2009), "Der Kurschatten" (2010) und "Männer allein zu Haus" (2011).

  • 2008_Des-Glump-01
  • 2008_Des-Glump-02
  • 2008_Des-Glump-03
  • 2008_Des-Glump-04
  • 2008_Des-Glump-05
  • 2009_S-Glueck-isch-e-Rindvieh-01
  • 2009_S-Glueck-isch-e-Rindvieh-02
  • 2009_S-Glueck-isch-e-Rindvieh-03
  • 2009_S-Glueck-isch-e-Rindvieh-04
  • 2009_S-Glueck-isch-e-Rindvieh-05
  • 2010_Der-Kurschatten-01
  • 2010_Der-Kurschatten-02
  • 2010_Der-Kurschatten-03
  • 2010_Der-Kurschatten-04
  • 2010_Der-Kurschatten-05
  • 2010_Der-Kurschatten-06
  • 2011_Maenner-allein-zu-Haus-02
  • 2011_Maenner-allein-zu-Haus-03
  • 2011_Maenner-allein-zu-Haus-04
  • 2011_Maenner-allein-zu-Haus-05